Das kann man sich nicht ansehen …

Schlechte Werbung – kennt jeder zur Genüge. Was aber ist “schlechte Werbung”. Etwas, was mir nicht gefällt? Weil ich es intellektuell nicht verstehe? Weil es mir zu hoch oder zu nieder ist? Weil ich das ein oder andere schon mal so oder so ähnlich gesehen habe? Wer bin ich, der sich das anmaßen kann zu urteilen, denn letztlich geht es doch – vor allem dem Werbetreibenden – vor allem um den €rfolg seiner Kommunikationsmaßnahme. Und wenn hier der finanzielle Output den finanziellen Input weit übertrifft, hat man es mit seinen geschmäcklerischen Ansichten schwer, valide Gegenargumente zu finden.

Dennoch gibt es natürlich auch objektive Klopse: Wenn zum Beispiel ein großes deutsches Reiseunternehmen kommunizieren möchte, dass es jetzt noch mehr Preisnachlässe gibt und dies mit “Prozente auf Prozente” tut, dann ist das natürlich schlicht schlecht. Aber wie vielen Leuten fällt das auf? Die meisten dürften es im Sinne der Bahn verstanden haben, also kam ja genau das an, was ankommen sollte, auch wenn da was ganz anderes steht. So gesehen hat das Unternehmen alles richtig gemacht.

So gesehen ist “schlecht” wie “gut” immer sehr subjektiv. Aber da ich meinen Macchiavelli etc. kenne, lobe ich lieber, als dass ich mich über einen anderen öffentlich erhebe.

  • Veröffentlicht durch CEO um 13:18