DAS WORMSER

Kunde: “Kultur und Veranstaltungs GmbH, Worms
Branche: Kultur / Event / Immobilienmanagement
Aufgabe: Gesamtetat

Kurt Beck, der Misterpräsident von Rheinland-Pfalz höchstpersönlich, weihte am 29. Januar 2011 feierlich das neue Theater, Kultur- und Tagungszentrum der Nibelungenstadt ein: “Das Wormser“. Er tat sich, wie einige Wormser auch, anfänglich etwas schwer mit dem Namen, den wir kreierten. Aber dieser Name war es, der dieses Haus sehr schnell sehr bekannt gemacht. Und nicht zuletzt deshalb sind wir sehr stolz, auf diese so einfache wie geniale Idee. Schließlich galt es, eine Dachmarke zu kreieren, unter der eigenständige Marken wachsen und gedeihen sollten.

Dazu zählten ein Theater, ein Kulturzentrum, ein Tagungszentrum. Eventuell, so lautete das Briefing, komme ein Bistro hinzu, ein Hotel und Kabarett. Was es auch gab, war ein Parkhaus. All das sehr unterschiedliche Bereiche mit sehr unterscheidlichen Ausrichtungen und entsprechend unterscheidlichen Zielgruppen. Von daher war es klar, dass diese Unterbereiche sowieso einzeln kommuniziert und dabei auch in ihrer Funktionen benannt werden müssten.

Vielen schwebte daher etwas mit “Nibelungen” vor, nur das, so war unsere feste Überzeugung, ist leider nur Innensicht. Zudem ist dies zu einem nahezu hyperinflationär gebrauchten Präfix in Worms geworden, das für alles herhalten muss. So ist das “Nibelungenzentrum” in Worms beispielsweise keine Forschungseinrichtung, sondern ein Einkaufszentrum. Und auch ein Taxibetrieb ziert sich mit diesem Namen, obwohl es nicht überliefert ist, dass Siegfried, Hagen etc. die Dienste von Mietdroschken in Anspruch genommen haben. :-)

Natürlich wurde auch “Forum” gewünscht und diskutiert. Ein sehr gefälliges Wort, diesmal meist als Suffix verwendet. Die Schwierigkeit bei diesem Wort ist aber gerade seine Gefälligkeit. Foren gibt es allenthalben und allerorts. Und nicht immer haben sie was mit Theater, Kultur oder Tagungen zu tun. Darüber hinaus soll der Name sich der Name ja einprägen und mit zur Unverwechselbarkeit des Hauses selbst beitragen. “Forum” tut viel, aber genau das nicht. Ein Besucher einer Tagungsmesse beispielweise hat am Ende viele Eindrücke gesammelt. Er muss sich immer Name der Lokation sowie ihren Standort merken. Auch das ist dank dieses Namens kein Problem. Für DAS WORMSER kann es nur einen Ort geben, eben Worms.

Außerdem ist es ja nur so eine Veranstaltung wie eine Messe, wo all diese Bereiche zusammen kommuniziert werden. (Sonst tritt ja jeder Bereich einzeln auf und spricht seine Klientel einzel an. Theaterbesucher sind vor allem lokale Kunden. Kunden des Tagungszentrum eher nicht.) Der einzige andere Bereich ist das

Internet:


(Zur Homepage gelangen Sie einfach durch Klick auf den Screenshot.)

All das galt es zu berücksichtigen und dabei fiel dann auf, was das Ganze doch sehr simplifizierte, dass alle hausinternen Institutionen Neutra sind:
das Theater, das Kulturzentrum, das Tagungszentrum. Und auch das, was evtl. kommt, ist weder männlich noch weiblich: das Bistro, das Hotel etc.

Somit war klar, dass die Dachmarke das Attribut sein muss – und jeder einzeln Bereich stellt sich dann mit seiner Funktion selbst vor – und so kam es zu dem Namen: Das Wormser.

Eigentlich ganz einfach, wenn man es mal verstanden hat, aber das dauerte – nicht nur bei Herrn Beck. Die Idee wurde mehrfach vor einem Ausschuss präsentiert sowie zusätzlich vor dem Stadtrat. Zuletzt gab es noch eine Diskussion mit den (zum Teil sehr aufgebrachten) Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, aber letztlich hat sich der Markenname dann doch durchgesetzt.

Natürlich trug dazu auch die Diskussion bei. Im Jahr vor der Eröffnung gab es keine Büttenrede, die sich nicht daran versuchte, aus dem Namen humoristisches Kapital zu schlagen. Und auch wenn jemand dafür sorgen wollte, dass sich Menschen echauffieren, musste nur diesen Namen nennen. All das half. Der Namen wurde so sehr schnell sehr vielen Menschen ein Begriff. “Das Wormser” war in aller Munde – und jene waren dann auch sperrangelweit offen, als es am 29. Januar 2011 feierlich eröffnet wurde, denn das Haus hat zudem auch eine sehr beeindruckende Architektur. Beides zusammen passt einfach, was zur Folge hat, dass heute die Wormser stolz auf “Das Wormser” sind.

Im Vorfeld gab es auch zwei kleine Filmchen.  Der eine lief beim Public Viewing während der

Fußball-WM 2010:

Weihnachten 2010/ Frühjahr 2011:

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Gestaltung (Print) und Projektpartner: G710, Mannheim
Programmierung: Internet Connect, Worms

  • Veröffentlicht durch CEO um 14:32